
Diagnose · Stadien I–III · Liposuktion · GKV-Pfad
Spezialisierte Diagnose und operative Behandlung des Lipödems — von der Erstdiagnose bis zur PAL-Liposuktion mit kombinierbarer Plasmastraffung. Selbstzahler in unserer Praxis, gesetzlich Versicherte an der Maria-Theresia Klinik.
Behandlung
Was ist Lipödem-Behandlung?
Das Lipödem-Zentrum der Praxis Ästhetik am Isartor ist auf die Diagnose und operative Behandlung des Lipödems spezialisiert — einer chronischen, schmerzhaften Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Unter ärztlicher Leitung von Dr. Fabian Weinschenk in München begleiten wir Patientinnen von der Erstdiagnose über die Stadieneinteilung bis zur operativen Lipödem-Behandlung und Nachsorge. Die operative Therapie erfolgt mittels Power-assistierter Liposuktion (PAL) in tumeszenz-basierter Lokalanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose — schonend, narbenarm, mit dauerhafter Volumenreduktion des erkrankten Fettgewebes. Eine Besonderheit: gesetzlich krankenversicherte Patientinnen können die Lipödem-OP unter Leitung von Dr. Weinschenk an der Maria-Theresia Klinik in München durchführen lassen — Anmeldung unter 089 720 71 31. Konservative Maßnahmen (Kompressionsversorgung, manuelle Lymphdrainage, Bewegungs- und Ernährungstherapie) bleiben langfristig Teil des Konzepts.
Eignung
Für wen ist Lipödem-Behandlung geeignet?
Das Lipödem ist eine chronische, schmerzhafte, symmetrische Vermehrung des Unterhautfettgewebes — fast ausschließlich an Beinen, Hüften und Oberarmen, unabhängig vom Körpergewicht. Diät und Sport zeigen kaum Wirkung auf das betroffene Gewebe. Die Diagnose erfolgt klinisch in drei Schritten: Anamnese, körperliche Untersuchung mit Stemmer-Zeichen und Druckschmerz-Beurteilung, sowie Stadieneinteilung (I–III).

Geeignet für
Geeignet ist die operative Lipödem-Behandlung bei gesicherter oder begründet vermuteter Lipödem-Diagnose, bei schmerzhaften, druckempfindlichen Fettansammlungen an Beinen, Hüften oder Oberarmen, bei unverhältnismäßigem Körperfett an betroffenen Arealen trotz normalem oder leicht erhöhtem BMI, bei Einschränkung von Lebensqualität und Mobilität (Druckschmerz, Hämatomneigung, Reibungsschäden) und bei nicht-ausreichender Wirkung der konservativen Therapie (Kompression, Lymphdrainage, Bewegung). Voraussetzung ist eine stabile Allgemeingesundheit, eine realistische Erwartung an die Volumenreduktion (Lipödem-OP ist kein Gewichtsverlust-Verfahren) und die Bereitschaft zur lebenslangen konservativen Begleittherapie, um das OP-Ergebnis zu stabilisieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Nicht geeignet bei
Nicht geeignet ist die operative Lipödem-Behandlung bei ungeklärter Diagnose ohne Lipödem-Befund, bei akuten Infektionen oder schweren Begleiterkrankungen, bei dekompensierter Herz-Kreislauf-Erkrankung, bei fortgeschrittenem Lymphödem mit dekompensierter Lymphabflussstörung (separat zu behandeln), bei aktiver Antikoagulation, die nicht pausiert werden kann, in Schwangerschaft und Stillzeit und bei unrealistischer Erwartungshaltung (Lipödem-OP zur reinen Gewichtsabnahme). Bei reinem ästhetischem Konturierungswunsch ohne Lipödem-Befund ist die klassische Fettabsaugung das richtige Verfahren — siehe Verwandte Behandlungen.
Die Indikation und Stadieneinteilung erfolgen ausführlich im Erstgespräch (100 €). Für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.
Methode
Drei Behandlungssäulen. Ein abgestimmtes Gesamtkonzept.
Lipödem-Behandlung ist immer ein Gesamtkonzept aus konservativer Therapie, operativer Liposuktion und langfristiger Nachsorge. Welche Säule in welchem Stadium dominiert, hängt von Symptomatik, Stadium und persönlichen Zielen ab.
- Standard
Konservativ
Konservative Therapie
- Wirkprinzip
- Kompressionsversorgung, manuelle Lymphdrainage, Bewegungs- und Ernährungstherapie — Symptomlinderung und Verlangsamung des Verlaufs.
- Stärke
- Erstlinien-Therapie · langfristig essentiell · Voraussetzung für GKV-OP-Genehmigung
- Areale
- Stadium I–III (immer Teil des Konzepts)
- Minimal-invasiv
PAL-Lipo
Liposuktion (PAL, tumeszenz-basiert)
- Wirkprinzip
- Power-assistierte Liposuktion in tumeszenz-basierter Lokalanästhesie — schonende, dauerhafte Volumenreduktion des erkrankten Fettgewebes.
- Stärke
- Dauerhafte Volumenreduktion · Schmerzreduktion · Mobilitätsgewinn · narbenarm
- Areale
- Beine (innen/außen), Hüften, Oberarme
Kombi
Kombinationstherapie (PAL + Renuvion-Plasmastraffung)
- Wirkprinzip
- Liposuktion in Kombination mit Renuvion-Helium-Plasma für gleichzeitige Hautstraffung — sinnvoll in Stadium II–III mit überhängenden Gewebsanteilen.
- Stärke
- Straffe Kontur trotz großer Volumenreduktion · weniger erschlaffte Haut nach OP
- Areale
- Stadium II–III · ausgewählte Areale
Welche Säule wann sinnvoll ist und in welcher Reihenfolge, klären wir individuell. Pro OP-Sitzung behandeln wir typisch 1–3 Areale; größere Konzepte werden auf mehrere Sitzungen aufgeteilt. Alle Ab-Preise verstehen sich netto, zzgl. 19 % USt; Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung werden separat ausgewiesen.
Diagnose
Stadium I–III. Klinisch — nicht über BMI oder Tabellen.
Die Lipödem-Diagnose erfolgt klinisch — Anamnese, Stemmer-Zeichen, Druckschmerz-Beurteilung und Körperverteilung. Stadium I: glatte Hautoberfläche, gleichzeitig verdicktes, homogen imponierendes Unterhautfettgewebe. Stadium II: unebene, überwiegend wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen sicht- und tastbar. Stadium III: ausgeprägte Umfangsvermehrung mit überhängenden Gewebsanteilen (Wammenbildung). Die Stadieneinteilung steuert das Behandlungskonzept — und ist für gesetzlich Versicherte auch Voraussetzung für die GKV-Genehmigung.


Lipödem ist eine Krankheit — kein Übergewicht. Operation und konservative Therapie gehören zusammen.
Ablauf
Ablauf des Eingriffs
Vier Schritte, klar abgegrenzt — von der Diagnose und Stadieneinteilung über die Planung des OP-Konzepts (inkl. GKV-Pfad an der Maria-Theresia Klinik) bis zur strukturierten Nachsorge mit Kompressionswäsche und Lymphdrainage.
Schritt 01ca. 60 Min.Diagnose & Stadieneinteilung
Im ausführlichen Erstgespräch (100 €) klären wir die Symptomatik (Schmerz, Druckempfindlichkeit, Hämatomneigung), erheben die Familienanamnese und beurteilen klinisch über Stemmer-Zeichen, Druckschmerz und Körperverteilung das Stadium (I–III). Fotodokumentation zur Verlaufskontrolle. Bei gesetzlich Versicherten besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.
Schritt 02OP-Planung & Vorbereitung
Auswahl der zu behandelnden Areale, OP-Methodik (PAL solo vs. Kombination mit Renuvion) und Anästhesieform (TLA · Dämmerschlaf · Vollnarkose). Labor 1–2 Wochen vor OP. Keine Blutverdünner 7 Tage vor OP nach hausärztlicher Rücksprache. Nikotinkarenz und Alkoholkarenz am OP-Vortag. Anpassung der Kompressionswäsche.
Schritt 03OP-Dauer 1,5–3 hOP-Tag
Markierung der zu behandelnden Areale in aufrechter Haltung. Anästhesie nach Plan. Tumeszenzinfiltration des Gewebes. Power-assistierte Liposuktion (PAL) über 2–5 mm Inzisionen — schonende Vibrationen erleichtern die Fettabsaugung und reduzieren das Trauma. Pro OP-Sitzung 1–3 Areale, je nach Umfang. Optional Renuvion-Plasmastraffung in derselben Sitzung. Direkt nach OP Anlage der Kompressionswäsche.
Schritt 04Nachsorge
Kompressionswäsche kontinuierlich für mindestens 4–6 Wochen — bei Bedarf länger. Manuelle Lymphdrainage post-operativ unterstützt die Schwellungsregulation. Rückkehr in den Büroalltag nach wenigen Tagen; leichter Sport nach 2–3 Wochen, höhere Belastung nach 6–8 Wochen. Konservative Therapie wird langfristig fortgesetzt, um Ergebnis zu stabilisieren und Verlauf zu verlangsamen.
Fakten
Fakten im Überblick
- Verfahren
- Power-assistierte Liposuktion (PAL)
- Anästhesie
- Tumeszenz-LA · Dämmerschlaf · Vollnarkose
- OP-Dauer
- 1,5–3 h je nach Umfang
- Inzisionen
- 2–5 mm
- Aufenthalt
- ambulant oder stationär
- Areale pro Sitzung
- 1–3
- Kombinationsoption
- Renuvion-Plasmastraffung (Stadium II–III)
- Kompressionswäsche
- ≥ 4–6 Wochen
- Rückkehr Büro
- wenige Tage
- Leichter Sport
- nach 2–3 Wochen
- Endergebnis sichtbar
- nach 3–6 Monaten
- GKV-Pfad
- Maria-Theresia Klinik München · 089 720 71 31
- Beratung
- 100 € · Pflicht vor jeder Behandlung
Alle Ab-Preise netto · zzgl. 19 % USt · ohne Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung. Konkrete Kostenkalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €).
Erholung
Erholung & Endergebnis
TAG
0.
Kompression. Ruhe.
Direkt nach OP wird die Kompressionswäsche angelegt. Bei stationärer Aufnahme erfolgt die Überwachung in der Klinik; bei ambulanter Durchführung ist eine Begleitperson für 24 h erforderlich. Schwellung, Druckgefühl und kleinere Sekretabgänge an den Inzisionsstellen sind normal — die Tumeszenzlösung tritt in den ersten Stunden teilweise wieder aus.
TAG
1–7.
Erste Mobilisation.
Frühzeitige Mobilisation reduziert das Thromboserisiko. Kompressionswäsche durchgehend tragen — nur kurz zum Duschen ablegen. Erste manuelle Lymphdrainage typisch ab Tag 3–5. Rückkehr in den Büroalltag nach wenigen Tagen je nach OP-Umfang.
WOCHE
2–4.
Schwellung lässt nach.
Die postoperative Schwellung baut sich kontinuierlich ab. Hämatome klingen typischerweise in 2–3 Wochen ab. Manuelle Lymphdrainage 1–2× pro Woche unterstützt den Abbau. Leichter Sport (Walking, sanftes Yoga) nach 2–3 Wochen.
WOCHE
6–8.
Volle Belastung.
Nach 6 Wochen Kompressionswäsche-Minimum kann die volle Belastung schrittweise wieder aufgenommen werden — Krafttraining, höherintensives Cardio. Bei großen OP-Umfängen empfehlen wir die Kompression länger zu tragen (8–12 Wochen).
MONAT
3–6.
Endergebnis sichtbar.
Nach 3–6 Monaten ist die postoperative Schwellung vollständig zurückgegangen — das endgültige Ergebnis wird sichtbar. Foto-Verlaufskontrolle. Bei mehrteiligem OP-Konzept Planung der Folgesitzung.
Endergebnis
Endergebnis nach 3–6 Monaten. Die durch Liposuktion entfernten Fettzellen kehren nicht zurück — konservative Maßnahmen stabilisieren das Ergebnis langfristig.
Lipödem-Behandlung ist kein einmaliger Eingriff, sondern ein Gesamtkonzept: die OP reduziert das erkrankte Fettgewebe dauerhaft, konservative Therapie (Kompression, Lymphdrainage, Bewegung) stabilisiert das Ergebnis und verlangsamt den weiteren Verlauf der Erkrankung. Wir begleiten Sie als spezialisiertes Zentrum über die gesamte Behandlungsdauer.

Nachsorge
Kompression. Lymphdrainage. Bewegung.
Die drei Säulen der post-operativen Nachsorge: Kompressionswäsche kontinuierlich für mindestens 4–6 Wochen, manuelle Lymphdrainage 1–2× pro Woche in den ersten 4 Wochen, dosierte Bewegung ab Tag 1 — kurze Spaziergänge schon am OP-Tag reduzieren das Thromboserisiko. Konservative Therapie bleibt langfristig Teil des Konzepts.
Gesetzlich krankenversichert
Behandlungs-Option an der Maria-Theresia Klinik.
Für Patientinnen mit gesetzlicher Krankenversicherung besteht die Möglichkeit, die Lipödem-Behandlung unter Leitung von Dr. Weinschenk an der renommierten Maria-Theresia Klinik in München durchzuführen — mit langjähriger Erfahrung und spezialisiertem Umfeld. Anmeldung direkt unter der Klinik-Rufnummer.
Was Sie erwartet
- Klinische Stadieneinteilung I–III
- Operative Liposuktion (PAL) durch Dr. Weinschenk
- Besprechung der möglichen Kombination einer Plasmastraffung oder chirurgischen Straffung
- Klinik-typischer stationärer Rahmen
- Strukturierte Nachsorge mit Kompression + Lymphdrainage
Risiken
Risiken & ärztliche Aufklärung
Die Liposuktion ist ein etabliertes operatives Verfahren mit umfangreicher Datenlage. Beim Lipödem ist sie sicherer und vorhersagbarer als bei rein kosmetischer Indikation, weil das erkrankte Fettgewebe charakteristische Eigenschaften zeigt. Alle Risiken werden im Aufklärungsgespräch ausführlich dokumentiert.
- Allgemein
Schwellungen im behandelten Areal — typisch in den ersten 2–6 Wochen, durch Kompression und Lymphdrainage adressierbar. Hämatome an den behandelten Arealen — klingen in 2–3 Wochen ab. Druckempfindlichkeit und vorübergehende Sensibilitätsstörung — temporär, klingt in Wochen bis wenigen Monaten ab.
- Spezifisch
Konturunebenheiten (Wellen, Mulden) — selten bei sorgfältiger PAL-Technik, ggf. durch Folge-Sitzung korrigierbar. Erschlaffte Haut bei großem Volumenabnahmeumfang — adressierbar durch Renuvion-Kombination oder spätere Hautstraffungs-OP. Sekundärer Lymphödem-Verlauf — durch tumeszenz-schonende Technik minimiert.
- Sehr selten
Wundheilungsstörungen oder Infektion — sehr selten bei sachgerechter Asepsis. Thrombose / Lungenembolie — durch frühzeitige Mobilisation, Kompression und ggf. medikamentöse Prophylaxe minimiert. Anästhesie-Risiken — werden mit der Anästhesie-Abteilung separat aufgeklärt.
Alle individuellen Risiken werden im persönlichen Aufklärungsgespräch nach § 8 HWG ausführlich dokumentiert.
Kosten
Kosten im Überblick
Eine operative Lipödem-Behandlung beginnt ab 5.000 € pro Areal. Die konkrete Kalkulation hängt von der Anzahl der behandelten Areale, vom Stadium, vom OP-Umfang und von der Kombination mit Renuvion-Plasmastraffung ab. Für gesetzlich Versicherte besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.
Ab-Preis
ab 5.000 € pro Areal
Alle Ab-Preise netto · zzgl. 19 % USt · ohne Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung. Konkrete Kostenkalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €).
Fragen
Häufige Fragen
Was kostet eine Lipödem-OP in München?
Eine operative Lipödem-Behandlung beginnt ab 5.000 € pro Areal. Da typisch 1–3 Areale pro OP-Sitzung und ggf. mehrere Sitzungen geplant werden, ergibt sich die individuelle Kalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €). Alle Preise verstehen sich netto, zzgl. 19 % USt; Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung werden separat ausgewiesen.
Übernimmt die Krankenkasse die Lipödem-Behandlung?
Für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen besteht die besondere Möglichkeit, die Lipödem-Behandlung unter Leitung von Dr. Weinschenk an der renommierten Maria-Theresia Klinik in München durchführen zu lassen. Voraussetzungen, Antragstellung und das individuelle Verfahren besprechen Sie direkt mit der Klinik — Anmeldung unter 089 720 71 31. Allgemeine Hinweise: GKV-Genehmigungen setzen typisch dokumentierte konservative Vorbehandlung (Kompression, Lymphdrainage) sowie eine entsprechende Stadieneinteilung voraus.
Was ist der Unterschied zwischen Lipödem und Adipositas?
Lipödem ist eine chronische, schmerzhafte Fettverteilungsstörung — symmetrisch, fast ausschließlich Frauen, unabhängig vom Körpergewicht. Diät und Sport wirken kaum auf das betroffene Gewebe. Adipositas ist eine generalisierte Fettvermehrung mit Bezug zur Energiebilanz — Diät und Sport wirken. Beides kann gleichzeitig auftreten; in der Diagnose unterscheiden wir klinisch über Stemmer-Zeichen, Druckschmerz und Verteilungsmuster.
Welche Lipödem-Stadien gibt es?
Drei klinische Stadien: Stadium I — glatte Hautoberfläche, verdicktes, homogen imponierendes Unterhautfettgewebe. Stadium II — unebene, wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen sicht- und tastbar. Stadium III — ausgeprägte Umfangsvermehrung mit überhängenden Gewebsanteilen (Wammenbildung). Die Einteilung erfolgt klinisch, nicht über BMI.
Welche OP-Methode wird beim Lipödem eingesetzt?
Wir setzen die Power-assistierte Liposuktion (PAL) in tumeszenz-basierter Lokalanästhesie ein. PAL nutzt schonende Vibrationen, die das Fett aus dem Bindegewebsverbund lösen und die Absaugung effizienter und gewebsschonender machen als reine Tumeszenz. Lymphbahnen werden durch die Tumeszenzlösung verdichtet und geschützt. Inzisionen sind nur 2–5 mm groß.
Wie lange muss ich Kompressionswäsche tragen?
Mindestens 4–6 Wochen kontinuierlich — bei großen OP-Umfängen empfehlen wir 8–12 Wochen. Kompression ist essentiell für die Schwellungsregulation und das Endergebnis. Konservative Kompressionstherapie bleibt auch langfristig Teil des Lipödem-Konzepts, um den weiteren Verlauf zu verlangsamen.
Wann sehe ich das Endergebnis?
Nach 3–6 Monaten — wenn die postoperative Schwellung vollständig zurückgegangen ist. Erste Konturveränderungen sind bereits nach 4–6 Wochen sichtbar. Wir empfehlen, das Ergebnis nicht zu früh zu beurteilen und das vollständige Konzept (inkl. konservativer Begleittherapie) abzuwarten.
Werden die behandelten Areale wieder dick?
Die durch Liposuktion entfernten Fettzellen kehren nicht zurück. Lipödem ist jedoch eine chronische Erkrankung — verbliebene Fettzellen in nicht-operierten Arealen können bei fortschreitender Erkrankung an Volumen zunehmen. Konservative Maßnahmen (Kompression, Lymphdrainage, Bewegungs- und Ernährungstherapie) stabilisieren das Ergebnis langfristig und verlangsamen den weiteren Verlauf.
Kann ich mehrere Areale in einer Sitzung operieren lassen?
Typisch werden 1–3 Areale pro Sitzung behandelt. Größere Gesamtkonzepte werden auf mehrere Sitzungen aufgeteilt, um Patientensicherheit (begrenzte Tumeszenz-Menge pro OP) und Heilungsverlauf zu optimieren. Die Reihenfolge der Areale und der zeitliche Abstand zwischen Sitzungen planen wir individuell.
Welche Risiken hat die Lipödem-OP?
Schwellungen, Hämatome und Druckempfindlichkeit in den ersten Wochen sind typisch und klingen mit der Kompressionstherapie ab. Selten: Konturunebenheiten, erschlaffte Haut bei großer Volumenabnahme (adressierbar durch Renuvion-Kombination), sekundäre Lymphödem-Verläufe. Sehr selten: Wundheilungsstörungen, Infektionen, Thrombosen — durch sachgerechte Asepsis, Kompression und frühe Mobilisation minimiert. Anästhesie-Risiken werden mit der Anästhesie-Abteilung separat aufgeklärt.
Warum zeigen Sie keine Vorher-Nachher-Bilder auf der Website?
Aus zwei Gründen — gesetzlich und ethisch. Erstens schreibt das Heilmittelwerbegesetz (§ 11 HWG) vor, dass operative plastisch-chirurgische Eingriffe NICHT mit Vorher-Nachher-Bildern auf öffentlich zugänglichen Websites beworben werden dürfen — eine Regelung, die seit 2012 gilt und Patient:innen vor verzerrenden Werbedarstellungen schützt. Zweitens respektieren wir die Privatsphäre unserer Patient:innen: selbst bei schriftlicher Einwilligung möchten viele nicht, dass intime körperliche Aufnahmen im öffentlichen Web kursieren. Was Sie stattdessen erwarten können: Im persönlichen Erstgespräch (100 €) zeigen wir Ihnen anonymisierte Beispiele aus unserer eigenen Praxis-Dokumentation — abgestimmt auf Ihre Indikation, Ihren Körperbau und Ihr ästhetisches Ziel. Diese Bilder werden mit schriftlichem Einverständnis der jeweiligen Patient:innen ausschließlich im geschützten Beratungsrahmen gezeigt und nicht im Internet veröffentlicht. So bekommen Sie eine realistische Erwartungseinschätzung, ohne dass jemand seine Privatsphäre für die Werbung anderer aufgeben muss.
Worauf sollte ich bei der Arztwahl für einen ästhetisch-plastischen Eingriff in München achten?
Drei objektive Kriterien helfen bei der Orientierung. Erstens die Facharztqualifikation: „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" ist eine gesetzlich geschützte Weiterbildungsbezeichnung mit mehrjähriger fachärztlicher Ausbildung — im Unterschied zu allgemeinen, nicht geschützten Bezeichnungen wie „Schönheitschirurg". Zweitens die Mitgliedschaft in einer ärztlichen Fachgesellschaft wie der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen), die verbindliche fachliche Standards und kontinuierliche Fortbildung voraussetzt. Drittens die Qualität der Aufklärung: Eine seriöse Praxis nimmt sich Zeit, klärt ehrlich über Risiken, Alternativen und realistisch erreichbare Ergebnisse auf und drängt nicht zu einer Entscheidung. In der Praxis Ästhetik am Isartor liegt die ärztliche Leitung bei Dr. Fabian Weinschenk, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Mitglied der DGPRÄC. Eingriffe werden persönlich durch den Facharzt durchgeführt, und vor jeder Behandlung steht ein ausführliches ärztliches Aufklärungsgespräch (kostenpflichtig 100 €).
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Im Gespräch klären wir, was möglich ist — und was nicht. Persönlich am Isartorplatz, in Ruhe, ohne Verkaufsdruck.

Dr. Fabian Weinschenk
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie