Ästhetik am Isartor
Editorial Halbkörper-Aufnahme einer Patientin in ruhiger Umgebung, weiches Tageslicht, neueform-charcoal-grüner Hintergrund — Praxis Ästhetik am Isartor München
BehandlungKörperchirurgie20

Diagnose · Stadien I–III · Liposuktion · GKV-Pfad

Spezialisierte Diagnose und operative Behandlung des Lipödems — von der Erst­diagnose bis zur PAL-Liposuktion mit kombinierbarer Plasmastraffung. Selbstzahler in unserer Praxis, gesetzlich Versicherte an der Maria-Theresia Klinik.

Behandlung

Was ist Lipödem-Behandlung?

Das Lipödem-Zentrum der Praxis Ästhetik am Isartor ist auf die Diagnose und operative Behandlung des Lipödems spezialisiert — einer chronischen, schmerzhaften Fettverteilungs­störung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Unter ärztlicher Leitung von Dr. Fabian Weinschenk in München begleiten wir Patientinnen von der Erst­diagnose über die Stadien­einteilung bis zur operativen Lipödem-Behandlung und Nachsorge. Die operative Therapie erfolgt mittels Power-assistierter Liposuktion (PAL) in tumeszenz-basierter Lokal­anästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose — schonend, narbenarm, mit dauerhafter Volumen­reduktion des erkrankten Fett­gewebes. Eine Besonderheit: gesetzlich krankenversicherte Patientinnen können die Lipödem-OP unter Leitung von Dr. Weinschenk an der Maria-Theresia Klinik in München durchführen lassen — Anmeldung unter 089 720 71 31. Konservative Maßnahmen (Kompressions­versorgung, manuelle Lymph­drainage, Bewegungs- und Ernährungs­therapie) bleiben langfristig Teil des Konzepts.

Eignung

Für wen ist Lipödem-Behandlung geeignet?

Das Lipödem ist eine chronische, schmerz­hafte, symmetrische Vermehrung des Unterhaut­fett­gewebes — fast ausschließlich an Beinen, Hüften und Oberarmen, unabhängig vom Körpergewicht. Diät und Sport zeigen kaum Wirkung auf das betroffene Gewebe. Die Diagnose erfolgt klinisch in drei Schritten: Anamnese, körperliche Untersuchung mit Stemmer-Zeichen und Druck­schmerz-Beurteilung, sowie Stadien­einteilung (I–III).

Editorial Halbkörper-Aufnahme — Frau Mitte Dreißig in schlichtem Sport-Outfit, ruhige Diagnose-Atmosphäre

Geeignet für

Geeignet ist die operative Lipödem-Behandlung bei gesicherter oder begründet vermuteter Lipödem-Diagnose, bei schmerz­haften, druck­empfindlichen Fett­ansammlungen an Beinen, Hüften oder Oberarmen, bei unverhältnismäßigem Körperfett an betroffenen Arealen trotz normalem oder leicht erhöhtem BMI, bei Einschränkung von Lebensqualität und Mobilität (Druckschmerz, Hämatomneigung, Reibungs­schäden) und bei nicht-ausreichender Wirkung der konservativen Therapie (Kompression, Lymph­drainage, Bewegung). Voraussetzung ist eine stabile Allgemein­gesundheit, eine realistische Erwartung an die Volumen­reduktion (Lipödem-OP ist kein Gewichtsverlust-Verfahren) und die Bereitschaft zur lebenslangen konservativen Begleit­therapie, um das OP-Ergebnis zu stabilisieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Nicht geeignet bei

Nicht geeignet ist die operative Lipödem-Behandlung bei ungeklärter Diagnose ohne Lipödem-Befund, bei akuten Infektionen oder schweren Begleit­erkrankungen, bei dekompensierter Herz-Kreislauf-Erkrankung, bei fortgeschrittenem Lymph­ödem mit dekompensierter Lymph­abfluss­störung (separat zu behandeln), bei aktiver Antikoagulation, die nicht pausiert werden kann, in Schwangerschaft und Stillzeit und bei unrealistischer Erwartungs­haltung (Lipödem-OP zur reinen Gewichts­abnahme). Bei reinem ästhetischem Konturierungs­wunsch ohne Lipödem-Befund ist die klassische Fettabsaugung das richtige Verfahren — siehe Verwandte Behandlungen.

Die Indikation und Stadien­einteilung erfolgen ausführlich im Erstgespräch (100 €). Für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.

Methode

Drei Behandlungs­säulen. Ein abgestimmtes Gesamt­konzept.

Lipödem-Behandlung ist immer ein Gesamt­konzept aus konservativer Therapie, operativer Liposuktion und langfristiger Nachsorge. Welche Säule in welchem Stadium dominiert, hängt von Symptomatik, Stadium und persönlichen Zielen ab.

Welche Säule wann sinnvoll ist und in welcher Reihenfolge, klären wir individuell. Pro OP-Sitzung behandeln wir typisch 1–3 Areale; größere Konzepte werden auf mehrere Sitzungen aufgeteilt. Alle Ab-Preise verstehen sich netto, zzgl. 19 % USt; Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung werden separat ausgewiesen.

Diagnose

Stadium I–III. Klinisch — nicht über BMI oder Tabellen.

Die Lipödem-Diagnose erfolgt klinisch — Anamnese, Stemmer-Zeichen, Druck­schmerz-Beurteilung und Körperverteilung. Stadium I: glatte Hautoberfläche, gleichzeitig verdicktes, homogen imponierendes Unterhaut­fett­gewebe. Stadium II: unebene, überwiegend wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen sicht- und tastbar. Stadium III: ausgeprägte Umfangs­vermehrung mit überhängenden Gewebs­anteilen (Wammen­bildung). Die Stadien­einteilung steuert das Behandlungs­konzept — und ist für gesetzlich Versicherte auch Voraussetzung für die GKV-Genehmigung.

Stilllife: ärztlicher Untersuchungs­tisch mit Stemmer-Zeichen-Symbol, Maßband und ruhigem warmem Licht — Symbol der klinischen Diagnose
Charcoal-grünes Leinen mit dezentem Falten­wurf — Symbol der konservativen Kompressions­therapie
Lipödem ist eine Krankheit — kein Übergewicht. Operation und konservative Therapie gehören zusammen.
Behandlungsphilosophie · Lipödem-Zentrum am Isartor

Ablauf

Ablauf des Eingriffs

Vier Schritte, klar abgegrenzt — von der Diagnose und Stadien­einteilung über die Planung des OP-Konzepts (inkl. GKV-Pfad an der Maria-Theresia Klinik) bis zur strukturierten Nach­sorge mit Kompressions­wäsche und Lymphdrainage.

  1. Dr. Fabian Weinschenk im persönlichen Beratungsgespräch in der Praxis Ästhetik am Isartor München
    Schritt 01ca. 60 Min.

    Diagnose & Stadien­einteilung

    Im ausführlichen Erstgespräch (100 €) klären wir die Symptomatik (Schmerz, Druck­empfindlichkeit, Hämatomneigung), erheben die Familien­anamnese und beurteilen klinisch über Stemmer-Zeichen, Druck­schmerz und Körperverteilung das Stadium (I–III). Foto­dokumentation zur Verlaufs­kontrolle. Bei gesetzlich Versicherten besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.

  2. Bone-cream gefaltete Kompressions­wäsche auf charcoal-grünem Leinen — ruhige OP-Vorbereitung
    Schritt 02

    OP-Planung & Vorbereitung

    Auswahl der zu behandelnden Areale, OP-Methodik (PAL solo vs. Kombination mit Renuvion) und Anästhesie­form (TLA · Dämmerschlaf · Vollnarkose). Labor 1–2 Wochen vor OP. Keine Blut­verdünner 7 Tage vor OP nach hausärztlicher Rück­sprache. Nikotin­karenz und Alkohol­karenz am OP-Vortag. Anpassung der Kompressions­wäsche.

  3. OP-Saal in ruhiger Vorbereitungs­szene — sterile Markierungen auf bone-cream Leinen sichtbar, neueform-Farbpalette
    Schritt 03OP-Dauer 1,5–3 h

    OP-Tag

    Markierung der zu behandelnden Areale in aufrechter Haltung. Anästhesie nach Plan. Tumeszenz­infiltration des Gewebes. Power-assistierte Liposuktion (PAL) über 2–5 mm Inzisionen — schonende Vibrationen erleichtern die Fett­absaugung und reduzieren das Trauma. Pro OP-Sitzung 1–3 Areale, je nach Umfang. Optional Renuvion-Plasma­straffung in derselben Sitzung. Direkt nach OP Anlage der Kompressions­wäsche.

  4. Ruhige Recovery-Szene zuhause — Lymphdrainage-Liege, Mineralwasser, weiches Tageslicht durch leichte Vorhänge
    Schritt 04

    Nachsorge

    Kompressions­wäsche kontinuierlich für mindestens 4–6 Wochen — bei Bedarf länger. Manuelle Lymph­drainage post-operativ unterstützt die Schwellungs­regulation. Rückkehr in den Büroalltag nach wenigen Tagen; leichter Sport nach 2–3 Wochen, höhere Belastung nach 6–8 Wochen. Konservative Therapie wird langfristig fortgesetzt, um Ergebnis zu stabilisieren und Verlauf zu verlangsamen.

Fakten

Fakten im Überblick

Verfahren
Power-assistierte Liposuktion (PAL)
Anästhesie
Tumeszenz-LA · Dämmerschlaf · Vollnarkose
OP-Dauer
1,5–3 h je nach Umfang
Inzisionen
2–5 mm
Aufenthalt
ambulant oder stationär
Areale pro Sitzung
1–3
Kombinations­option
Renuvion-Plasma­straffung (Stadium II–III)
Kompressions­wäsche
≥ 4–6 Wochen
Rückkehr Büro
wenige Tage
Leichter Sport
nach 2–3 Wochen
Endergebnis sichtbar
nach 3–6 Monaten
GKV-Pfad
Maria-Theresia Klinik München · 089 720 71 31
Beratung
100 € · Pflicht vor jeder Behandlung

Alle Ab-Preise netto · zzgl. 19 % USt · ohne Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung. Konkrete Kostenkalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €).

Erholung

Erholung & Endergebnis

  1. TAG

    0.

    Kompression. Ruhe.

    Direkt nach OP wird die Kompressions­wäsche angelegt. Bei stationärer Aufnahme erfolgt die Überwachung in der Klinik; bei ambulanter Durchführung ist eine Begleit­person für 24 h erforderlich. Schwellung, Druckgefühl und kleinere Sekret­abgänge an den Inzisions­stellen sind normal — die Tumeszenz­lösung tritt in den ersten Stunden teilweise wieder aus.

  2. TAG

    1–7.

    Erste Mobilisation.

    Frühzeitige Mobilisation reduziert das Thrombose­risiko. Kompressions­wäsche durchgehend tragen — nur kurz zum Duschen ablegen. Erste manuelle Lymph­drainage typisch ab Tag 3–5. Rückkehr in den Büroalltag nach wenigen Tagen je nach OP-Umfang.

  3. WOCHE

    2–4.

    Schwellung lässt nach.

    Die postoperative Schwellung baut sich kontinuierlich ab. Hämatome klingen typischerweise in 2–3 Wochen ab. Manuelle Lymph­drainage 1–2× pro Woche unterstützt den Abbau. Leichter Sport (Walking, sanftes Yoga) nach 2–3 Wochen.

  4. WOCHE

    6–8.

    Volle Belastung.

    Nach 6 Wochen Kompressions­wäsche-Minimum kann die volle Belastung schrittweise wieder aufgenommen werden — Krafttraining, höher­intensives Cardio. Bei großen OP-Umfängen empfehlen wir die Kompression länger zu tragen (8–12 Wochen).

  5. MONAT

    3–6.

    Endergebnis sichtbar.

    Nach 3–6 Monaten ist die postoperative Schwellung vollständig zurück­gegangen — das endgültige Ergebnis wird sichtbar. Foto-Verlaufs­kontrolle. Bei mehrteiligem OP-Konzept Planung der Folge­sitzung.

Endergebnis

Endergebnis nach 3–6 Monaten. Die durch Liposuktion entfernten Fett­zellen kehren nicht zurück — konservative Maßnahmen stabilisieren das Ergebnis langfristig.

Lipödem-Behandlung ist kein einmaliger Eingriff, sondern ein Gesamt­konzept: die OP reduziert das erkrankte Fett­gewebe dauerhaft, konservative Therapie (Kompression, Lymph­drainage, Bewegung) stabilisiert das Ergebnis und verlangsamt den weiteren Verlauf der Erkrankung. Wir begleiten Sie als spezialisiertes Zentrum über die gesamte Behandlungs­dauer.

Stilllife: gefaltete bone-cream Kompressions­hose, Mineralwasser-Glas, Olivenzweig auf charcoal-grünem Leinen — minimalistische Nachsorge

Nachsorge

Kompression. Lymph­drainage. Bewegung.

Die drei Säulen der post-operativen Nachsorge: Kompressions­wäsche kontinuierlich für mindestens 4–6 Wochen, manuelle Lymph­drainage 1–2× pro Woche in den ersten 4 Wochen, dosierte Bewegung ab Tag 1 — kurze Spaziergänge schon am OP-Tag reduzieren das Thrombose­risiko. Konservative Therapie bleibt langfristig Teil des Konzepts.

Gesetzlich krankenversichert

Behandlungs-Option an der Maria-Theresia Klinik.

Für Patientinnen mit gesetzlicher Kranken­versicherung besteht die Möglichkeit, die Lipödem-Behandlung unter Leitung von Dr. Weinschenk an der renommierten Maria-Theresia Klinik in München durchzuführen — mit lang­jähriger Erfahrung und spezialisiertem Umfeld. Anmeldung direkt unter der Klinik-Rufnummer.

Was Sie erwartet

  • Klinische Stadien­einteilung I–III
  • Operative Liposuktion (PAL) durch Dr. Weinschenk
  • Besprechung der möglichen Kombination einer Plasmastraffung oder chirurgischen Straffung
  • Klinik-typischer stationärer Rahmen
  • Strukturierte Nach­sorge mit Kompression + Lymph­drainage

Risiken

Risiken & ärztliche Aufklärung

Die Liposuktion ist ein etabliertes operatives Verfahren mit umfangreicher Daten­lage. Beim Lipödem ist sie sicherer und vorhersagbarer als bei rein kosmetischer Indikation, weil das erkrankte Fett­gewebe charakteristische Eigenschaften zeigt. Alle Risiken werden im Aufklärungs­gespräch ausführlich dokumentiert.

  1. Allgemein

    Schwellungen im behandelten Areal — typisch in den ersten 2–6 Wochen, durch Kompression und Lymph­drainage adressierbar. Hämatome an den behandelten Arealen — klingen in 2–3 Wochen ab. Druck­empfindlichkeit und vorüber­gehende Sensibilitäts­störung — temporär, klingt in Wochen bis wenigen Monaten ab.

  2. Spezifisch

    Konturunebenheiten (Wellen, Mulden) — selten bei sorgfältiger PAL-Technik, ggf. durch Folge-Sitzung korrigierbar. Erschlaffte Haut bei großem Volumen­abnahme­umfang — adressierbar durch Renuvion-Kombination oder spätere Hautstraffungs-OP. Sekundärer Lymph­ödem-Verlauf — durch tumeszenz-schonende Technik minimiert.

  3. Sehr selten

    Wund­heilungs­störungen oder Infektion — sehr selten bei sachgerechter Asepsis. Thrombose / Lungen­embolie — durch frühzeitige Mobilisation, Kompression und ggf. medikamentöse Prophylaxe minimiert. Anästhesie-Risiken — werden mit der Anästhesie-Abteilung separat aufgeklärt.

Alle individuellen Risiken werden im persönlichen Aufklärungsgespräch nach § 8 HWG ausführlich dokumentiert.

Kosten

Kosten im Überblick

Eine operative Lipödem-Behandlung beginnt ab 5.000 € pro Areal. Die konkrete Kalkulation hängt von der Anzahl der behandelten Areale, vom Stadium, vom OP-Umfang und von der Kombination mit Renuvion-Plasma­straffung ab. Für gesetzlich Versicherte besprechen wir den Pfad über die Maria-Theresia Klinik in München.

Ab-Preis

ab 5.000 € pro Areal

Alle Ab-Preise netto · zzgl. 19 % USt · ohne Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung. Konkrete Kostenkalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €).

Fragen

Häufige Fragen

  • Was kostet eine Lipödem-OP in München?

    Eine operative Lipödem-Behandlung beginnt ab 5.000 € pro Areal. Da typisch 1–3 Areale pro OP-Sitzung und ggf. mehrere Sitzungen geplant werden, ergibt sich die individuelle Kalkulation im persönlichen Erstgespräch (100 €). Alle Preise verstehen sich netto, zzgl. 19 % USt; Klinikgebühren für Anästhesie und Übernachtung werden separat ausgewiesen.

  • Übernimmt die Krankenkasse die Lipödem-Behandlung?

    Für gesetzlich krankenversicherte Patientinnen besteht die besondere Möglichkeit, die Lipödem-Behandlung unter Leitung von Dr. Weinschenk an der renommierten Maria-Theresia Klinik in München durchführen zu lassen. Voraussetzungen, Antragstellung und das individuelle Verfahren besprechen Sie direkt mit der Klinik — Anmeldung unter 089 720 71 31. Allgemeine Hinweise: GKV-Genehmigungen setzen typisch dokumentierte konservative Vorbehandlung (Kompression, Lymph­drainage) sowie eine entsprechende Stadien­einteilung voraus.

  • Was ist der Unterschied zwischen Lipödem und Adipositas?

    Lipödem ist eine chronische, schmerz­hafte Fett­verteilungs­störung — symmetrisch, fast ausschließlich Frauen, unabhängig vom Körper­gewicht. Diät und Sport wirken kaum auf das betroffene Gewebe. Adipositas ist eine generalisierte Fett­vermehrung mit Bezug zur Energie­bilanz — Diät und Sport wirken. Beides kann gleichzeitig auftreten; in der Diagnose unterscheiden wir klinisch über Stemmer-Zeichen, Druck­schmerz und Verteilungs­muster.

  • Welche Lipödem-Stadien gibt es?

    Drei klinische Stadien: Stadium I — glatte Hautoberfläche, verdicktes, homogen imponierendes Unterhaut­fett­gewebe. Stadium II — unebene, wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen sicht- und tastbar. Stadium III — ausgeprägte Umfangs­vermehrung mit überhängenden Gewebs­anteilen (Wammen­bildung). Die Einteilung erfolgt klinisch, nicht über BMI.

  • Welche OP-Methode wird beim Lipödem eingesetzt?

    Wir setzen die Power-assistierte Liposuktion (PAL) in tumeszenz-basierter Lokal­anästhesie ein. PAL nutzt schonende Vibrationen, die das Fett aus dem Bindegewebs­verbund lösen und die Absaugung effizienter und gewebs­schonender machen als reine Tumeszenz. Lymph­bahnen werden durch die Tumeszenz­lösung verdichtet und geschützt. Inzisionen sind nur 2–5 mm groß.

  • Wie lange muss ich Kompressions­wäsche tragen?

    Mindestens 4–6 Wochen kontinuierlich — bei großen OP-Umfängen empfehlen wir 8–12 Wochen. Kompression ist essentiell für die Schwellungs­regulation und das Endergebnis. Konservative Kompressions­therapie bleibt auch langfristig Teil des Lipödem-Konzepts, um den weiteren Verlauf zu verlangsamen.

  • Wann sehe ich das Endergebnis?

    Nach 3–6 Monaten — wenn die postoperative Schwellung vollständig zurück­gegangen ist. Erste Konturveränderungen sind bereits nach 4–6 Wochen sichtbar. Wir empfehlen, das Ergebnis nicht zu früh zu beurteilen und das vollständige Konzept (inkl. konservativer Begleit­therapie) abzuwarten.

  • Werden die behandelten Areale wieder dick?

    Die durch Liposuktion entfernten Fett­zellen kehren nicht zurück. Lipödem ist jedoch eine chronische Erkrankung — verbliebene Fett­zellen in nicht-operierten Arealen können bei fortschreitender Erkrankung an Volumen zunehmen. Konservative Maßnahmen (Kompression, Lymph­drainage, Bewegungs- und Ernährungs­therapie) stabilisieren das Ergebnis langfristig und verlangsamen den weiteren Verlauf.

  • Kann ich mehrere Areale in einer Sitzung operieren lassen?

    Typisch werden 1–3 Areale pro Sitzung behandelt. Größere Gesamt­konzepte werden auf mehrere Sitzungen aufgeteilt, um Patienten­sicherheit (begrenzte Tumeszenz-Menge pro OP) und Heilungs­verlauf zu optimieren. Die Reihenfolge der Areale und der zeitliche Abstand zwischen Sitzungen planen wir individuell.

  • Welche Risiken hat die Lipödem-OP?

    Schwellungen, Hämatome und Druck­empfindlichkeit in den ersten Wochen sind typisch und klingen mit der Kompressions­therapie ab. Selten: Konturunebenheiten, erschlaffte Haut bei großer Volumen­abnahme (adressierbar durch Renuvion-Kombination), sekundäre Lymph­ödem-Verläufe. Sehr selten: Wund­heilungs­störungen, Infektionen, Thrombosen — durch sachgerechte Asepsis, Kompression und frühe Mobilisation minimiert. Anästhesie-Risiken werden mit der Anästhesie-Abteilung separat aufgeklärt.

  • Warum zeigen Sie keine Vorher-Nachher-Bilder auf der Website?

    Aus zwei Gründen — gesetzlich und ethisch. Erstens schreibt das Heilmittel­werbe­gesetz (§ 11 HWG) vor, dass operative plastisch-chirurgische Eingriffe NICHT mit Vorher-Nachher-Bildern auf öffentlich zugänglichen Websites beworben werden dürfen — eine Regelung, die seit 2012 gilt und Patient:innen vor verzerrenden Werbe­darstellungen schützt. Zweitens respektieren wir die Privat­sphäre unserer Patient:innen: selbst bei schriftlicher Einwilligung möchten viele nicht, dass intime körperliche Aufnahmen im öffentlichen Web kursieren. Was Sie stattdessen erwarten können: Im persönlichen Erstgespräch (100 €) zeigen wir Ihnen anonymisierte Beispiele aus unserer eigenen Praxis-Dokumentation — abgestimmt auf Ihre Indikation, Ihren Körperbau und Ihr ästhetisches Ziel. Diese Bilder werden mit schriftlichem Einverständnis der jeweiligen Patient:innen ausschließlich im geschützten Beratungs­rahmen gezeigt und nicht im Internet veröffentlicht. So bekommen Sie eine realistische Erwartungs­einschätzung, ohne dass jemand seine Privat­sphäre für die Werbung anderer aufgeben muss.

  • Worauf sollte ich bei der Arztwahl für einen ästhetisch-plastischen Eingriff in München achten?

    Drei objektive Kriterien helfen bei der Orientierung. Erstens die Facharzt­qualifikation: „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" ist eine gesetzlich geschützte Weiterbildungs­bezeichnung mit mehrjähriger fachärztlicher Ausbildung — im Unterschied zu allgemeinen, nicht geschützten Bezeichnungen wie „Schönheits­chirurg". Zweitens die Mitgliedschaft in einer ärztlichen Fachgesellschaft wie der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen), die verbindliche fachliche Standards und kontinuierliche Fortbildung voraussetzt. Drittens die Qualität der Aufklärung: Eine seriöse Praxis nimmt sich Zeit, klärt ehrlich über Risiken, Alternativen und realistisch erreichbare Ergebnisse auf und drängt nicht zu einer Entscheidung. In der Praxis Ästhetik am Isartor liegt die ärztliche Leitung bei Dr. Fabian Weinschenk, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Mitglied der DGPRÄC. Eingriffe werden persönlich durch den Facharzt durchgeführt, und vor jeder Behandlung steht ein ausführliches ärztliches Aufklärungs­gespräch (kostenpflichtig 100 €).

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Im Gespräch klären wir, was möglich ist — und was nicht. Persönlich am Isartorplatz, in Ruhe, ohne Verkaufsdruck.

Dr. Fabian Weinschenk, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, in der Praxis Ästhetik am Isartor am Isartorplatz München
münchen · MMXXVI

Dr. Fabian Weinschenk
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie